
Lassen Sie uns darüber sprechen, warum der Heizkörper im Badezimmer nicht einfach explodiert.
Wenn Sie schon einmal einen Infrarotheizkörper im Badezimmer verwendet haben, kennen Sie das Gefühl. Man tritt aus der dampfigen Dusche in einen kalten Raum – man schaltet den Heizkörper ein – und schon ist es warm. Es wirkt wie Magie. Doch dahinter steckt eigentlich eine ganze Menge Technik, die gegen die Gesetze der Physik ankämpft.
Der größte Feind hier ist Wasser. Stellen Sie sich vor: Es handelt sich um einen Glasrohr mit einer Temperatur von 800°C. Wenn nun ein Tropfen kalten Wassers auf diese Oberfläche trifft, ist das in normalem Glas katastrophal. Die Temperatur fällt so schnell ab, dass das Glas zerbricht.
Deshalb verwenden wir nicht irgendein Glas, sondern explosionsgeschütztes Quarzglas. Wir behandeln diese Rohre außerdem mit einer speziellen Beschichtung, damit sie solche plötzlichen Belastungen aushalten können. Dadurch bleibt das Lichtrohr intakt, anstatt in tausend Scherben zu zerfallen.
Das Innere des Lichtrohrs
Um die Wärme schnell zu verbreiten, verwenden wir hochreines, gefasstes Quarzglas. Im Inneren befindet sich ein Wolframfaden, der für die Erzeugung der Wärme zuständig ist. Einige unserer Lampen enthalten außerdem Halogengas. Das ist ein cleverer Trick, der es ermöglicht, dass der Wolframfaden noch heißer arbeiten kann, ohne sofort zu verbrennen.
Aber Achtung: Man muss auf die Leistung achten. Sure, eine 600-Watt-Lampe wärmt schneller auf. Doch wenn man so viel Leistung in einen kleinen Gehäusekomplex gibt, ohne ausreichenden Luftfluss, beginnt die Wärme alles andere zu schmelzen. Bevor man es merkt, ist bereits das Kunststoffgehäuse der Lampe geschmolzen. Ausgewogenheit ist entscheidend.
Ein paar Tipps zur Installation
Die meisten dieser Lampen passen einfach in einen R7s-Stecksockel. Es scheint einfach, aber man sollte nicht voreilig vorgehen. Überprüfen Sie die Kontakte. Wenn die Anschlüsse beschädigt oder schmutzig sind, entsteht Widerstand. Das führt dazu, dass an der Verbindungstelle eine „heiße Stelle“ entsteht. Ich habe schon gesehen, wie Stecksockel bereits lange bevor das Quarzrohr beschädigt wurde, schmolzen.
Und noch etwas: „Explosionsgeschützt“ bedeutet nicht „unzerstörbar“. Wenn man die Lampe fallen lässt oder das Glas während der Installation beschädigt, geht die Strukturintegrität verloren. Selbst eine kleine Mikroriss ist wie eine tickende Zeitbombe. Überprüfen Sie das Rohr kurz vor der Verkabelung. Das dauert nur eine Sekunde – doch dadurch sparen Sie sich später große Probleme.