
Warum Ihr Badezimmerheizer über explosionsgeschützte Quarzröhren verfügen muss
Seien wir ehrlich: Die Verwendung einer Infrarotlampe mit hoher Hitze im Duschbereich ist wie das Spielen mit Feuer – oder in diesem Fall mit Wasser und extrem hoher Hitze. Wenn man eine herkömmliche Quarzröhre verwendet, lädt man sich Probleme ein. Stellen Sie sich vor, die Röhre erreicht eine Temperatur von 600°C. Jetzt stellen Sie sich vor, dass ein einziger Tropfen kalten Wassers darauf fällt. Platz! Das ist ein thermischer Schock. Das Glas kann den plötzlichen Temperaturwechsel nicht verkraften und zerbricht. Das ist sicherlich nicht das, was man sich wünscht, wenn man versucht, im Bad zu entspannen.
Deshalb verwenden wir explosionsgeschützte Quarzröhren.
Wie es tatsächlich funktioniert
Wir lassen das Heizelement nicht ungeschützt. Stattdessen umhüllen wir es mit einem speziellen Schutzmantel oder einer verstärkten Beschichtung. Das dient als Puffer – das Wasser trifft zunächst auf diese Barriere, statt direkt auf das rohe, glühend heiße Glas. Dadurch wird der Schock abgefangen und die Röhre kann nicht zu schnell schrumpfen. Es handelt sich dabei um eine einfache Lösung – doch sie macht den Unterschied zwischen einem gemütlichen Badezimmer und einem Raum voller zerbrochenem Glas.
Aber die Röhre allein reicht nicht aus. Man benötigt außerdem eine IP55-Zertifizierung. Im Klartext bedeutet das, dass das Gehäuse staubdicht ist und Wasserstrahlen aus jeder Richtung standhalten kann. Wenn die Dichtungen billig sind und undichten, kann es zum Kurzschluss kommen. Das IP55-Gehäuse hält die Elektrik trocken, während die explosionsgeschützte Röhre die Hitze bewältigt.
Kompromisse und Warnungen
Es gibt jedoch auch Nachteile. Nichts ist perfekt. Durch den Schutzmantel wird etwas von der Infrarotwärme blockiert. Dadurch geht ein kleiner Teil der intensiven Wärme verloren. Aber ehrlich gesagt: Das ist ein fairer Kompromiss. Ich bevorzuge lieber einen Heizer, der 5 % weniger intensiv ist, als einen, der explodiert, sobald ich unter die Dusche steige.
Wenn Sie diese Heizgeräte installieren, sollten Sie zwei Dinge berücksichtigen:
Erstens die Befestigungen. Diese Lampen erzeugen viel Energie – das Metall dehnt sich dabei aus. Stellen Sie sicher, dass Ihre Befestigungsbauteile für diese ständige Bewegung geeignet sind. Andernfalls können Probleme entstehen.
Zweitens sollten Sie auf Ihre Decke achten. Diese Geräte werden sehr heiß. Wenn Sie sie direkt neben Kunststoffrohren oder billiges PVC-Rohr montieren, kann die Decke beschädigt werden. Lassen Sie dem Gerät etwas Platz – es muss atmen können, damit das Gehäuse nicht überhitzt.